Profil: Veröffentlichungen

BKI Objekte Neubau Sozialer Wohnungsbau N14 2016                       Objekt 6100-0582 Mehrfamilienhaus (10 WE)

Tag der Architektur 2015 in Niedersachsen
Veröffentlicht durch die Architektenkammer Niedersachsen Objekt 90 St. Stephanus, Lüneburg

Wohnen, Leben und Arbeiten im Norden Hamburg 2014/2015 Fassadensanierung an Gründerzeitgebäuden S. 58

Tag der Architektur 2014 in Niedersachsen
Veröffentlicht durch die Architektenkammer Niedersachsen Objekt 81 Kita Sankt Marien, Lüneburg

Architekturprojekte im Bistum Hildesheim, Frühjahr 2013
Pfarrkirche Corpus Christi, Rotenburg/Wümme S. 22-37

Bauen + Wirtschaft - Architektur der Region im Spiegel, Winter 2012
Das Privatgutachten im Sachverständigenwesen, S. 203

Cube- Das Hamburger Magazin für Architektur, modernes Wohnen und Lebensart / Heft 2/2012
Ein Refugium im Hinterhof, Hamburg, S.15/16

Tag der Architektur 2012 in Niedersachsen
Veröffentlicht durch die Architektenkammer Niedersachsen Objekt 101 Rotenburg Corpus Christi

Bausubstanz - Zeitschrift für nachhaltiges Bauen, Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege / Heft 1 (März) 2012
Friederike Becker: Gutachten im Baubereich - Das breite Spektrum des Sachverständigenwesens

Architektur Exklusiv Lifestyle Ausgabe Januar/Februar 2012 Objekt Timmermannstr. 8b-f mit TG, Hamburg, S 114/115

Der Hamburger Ausgabe Herbst 2009
Objekt S. 46/47 Löwenburg

BKI Objekte Neubau N8 2008:
Objekt 6100 582 Mehrfamilienhaus (10 WE), Baulücke

Architekturstadtplan Hamburg 2005:
Objekt 251 Sanierung Bürohaus

BKI Objekte Altbau A3 2004:
Objekt 7200 046 - Modernisierung Apotheke
Objekt 6100 467 - Fassadensanierung 48 WE und Läden

BKI Objekte Energiesparendes Bauen E2 2002:
Objekt 1300 104 - Bürogebäude Fassadensanierung
Objekt 5300 005 - Bootshaus Modernisierung

BKI Objekte Neubau N3, Altbau A2 2001:
Objekt 6100 255 - Zwei Einfamilienhäuser
Objekt 6100 400 - 48 WE und 3 Läden

 

 

Auszeichnungen

2. Preis Fassadenpreis 2006

vergeben durch die Landesinnung der Gebäudereiniger
und die Denkmalschutzbehörde Hamburg

für das Objekt Isestrasse 111

Anerkennungen Fassadenpreis 2002

vergeben durch die Landesinnung der Gebäudereiniger
und die Denkmalschutzbehörde Hamburg

für die Objekte Breitenfelder Strasse 56-62
und Weidenstieg 8 + 10

Kooperationen

Kooperationspartner

Kooperationspartner des BKI (Baukosten Informationsdienst der Bundesdeutschen Architektenkammern) seit 1997

www.baukosten.de

Landeszeitung Lüneburg 25.06.2014

Neue Formen der Baukultur erleben

rast Lüneburg. Was verbirgt sich hinter dem reizvollen Äußeren von Gebäuden? Zeigen die Bauherren und Architekten im Inneren ebenso viel Ideenreichtum? Die Fragen beantwortet mit Beispielen der Tag der Architektur am Sonntag, 29. Juni. Laut Architektenkammer Niedersachsen haben dann 118 Objekte in Niedersachsen und Bremen geöffnet, darunter drei in Lüneburg und ein Einfamilienhaus in Deutsch Evern. Die Besucher haben vor Ort die Chance, Fragen zur Planung und Realisierung der Bauten an die Architekten zu stellen.

Mit dem Tag der Architektur bietet die Architektenkammer Niedersachsen eine Plattform, neue Architektur zu erleben und zu begreifen “Wir wollen dabei keinen Unterschied machen zwischen Leuchtturmprojekten und Alltagsarchitektur”, macht Kammerpräsident Wolfgang Schneider deutlich. “Die Vielschichtigkeit der architektonischen Themen und der lokale Bezug sind die große Stärke des Tags der Architektur. Es ist ein Nebeneinander von großen Entwicklungs­perspektiven und kleinen, bewohnernahen Bauprojekten, von Landschafts- und Innenarchitektur und Stadtplanung, die Neugierde wecken und auch faszinieren.”

“Doch es geht auch darum”, so Schneider, “mit möglichst vielen Besuchern einen Diskussionsprozess über die Baukultur in unserem Land in Bewegung zu setzen. Architekten wollen für Menschen bauen. Sie brauchen den Austausch mit Menschen, auch um neue architektonische Perspektiven zu entwickeln.” Der Tag der Architektur ist auch immer ein Indikator für aktuelle und zukünftige Entwicklungen, die das Planen und Bauen bestimmen. Der Umbau und die Aufwertung von Bestandsgebäuden sowie Themen wie Wohnen und Barrierefreiheit sind in diesem Jahr zahlreich im Programm vertreten. In Lüneburg und Deutsch Evern haben folgende Objekte geöffnet:

 

....Kita St. Marien, Johannisstraße 36a: Treffpunkt für Führungen um 12 und 15 Uhr vor dem Eingang. Für 2,5 Millionen Euro Baukosten entstand nach den Plänen der Architekten Karsten Holst und Friederike Becker und dem Innenarchitekt Hanno Kempgens (alle Holst Becker PartG) auf einem weitläufigen Grundstück Raum für sechs Gruppen, angeordnet in zwei Gebäuderiegeln, die über einen offenen Spiel- und Flurbereich verbunden sind. Vielfältige Blick- und Raumbeziehungen werden durch die farbige Gestaltung der Innenräume und der Möbel sowie der großzügigen natürlichen Belichtung unterstützt....

 

Landeszeitung Lüneburg 20.12.2012

Kaltenmoorer Kirchen weihen neues Kunstwerk ein - Gemeindemitglieder zeigen sich spendabel

Kreuz sorgt für den Durchblick

Lüneburg. Mit am Osterlicht entzündeten Kerzen verlassen die rund 200 katholischen und evangelischen Christen nach dem ersten Teil des ökumenischen Gottesdienstes das Gemeindezentrum St. Stephanus, singen gemeinsam "Wachet und betet" und bilden dabei ein riesiges Kreuz aus Menschen - direkt vor dem neuen Wegekreuz. Als Dechant Carsten Menges vom Pfarramt St. Marien das Riesenkreuz einweiht, fängt es an zu strahlen, es wird von innen beleuchtet.

Bereits im ersten Teil des Gottesdienstes hatte Pastor Andreas Stolze von der evangelischen St.-Stephanus-Gemeinde darauf hingewiesen, dass das Kreuz-Projekt die evangelische wie auch die katholische St.-Stephanus-Gemeinde drei Jahre lang begleitet hat. Später machte Pfarrer Menges klar, dass "das Kreuz das Ausrufezeichen dessen ist, was wir hier in den vergangenen Jahren gebaut haben". Damit meinte er die Sanierung und Modernisierung des Ökumenischen Gemeindezentrums ebenso wie die gerade fertiggestellte Umgestaltung des St.-Stephanus-Platzes.

Rund 42 000 Euro hat das Kreuz gekostet, etwa die Hälfte davon haben Bürger gestiftet. Den Rest übernahmen die beiden evangelischen und katholischen Gemeinden, der Evangelisch-lutherische Kirchenkreis und die Landeskirche, darüber hinaus gab es einen Zuschuss von der Sparkassenstiftung zur Förderung der Kunst. Das Wegekreuz besteht aus einer 4,10 Meter hohen, dunklen, fast schwarzen Betonplatte mit kreuzförmigem Ausschnitt. Der Längsbalken des Kreuzes besteht aus einem gelben Metallrahmen, in dem ein um 90 Grad gedrehter Querriegel eingesetzt wurde. Dieser Teil wird bei Dunkelheit beleuchtet. Die Gestaltung, entwickelt vom Hamburger Architekturbüro Holst Becker, lehnt sich an die neuen Blenden der Hauptfassade des katholischen Kirchenraums an. Sie soll dem Betrachter unterschiedliche Perspektiven und somit Durchblick auf die Kirche und den Platz verschaffen. Die Konzeption fand bei beiden Kirchen und der städtischen Bauverwaltung Zuspruch. Pastor Andreas Stolze wies im Gottesdienst allerdings auch darauf hin, dass die Gestaltung des Kreuzes nicht nur Befürworter gefunden habe.

Dechant Menges sagte bei der Einweihung: "Es ist ein Wegekreuz, das den Blick auf sich zieht und ihn weiterleitet auf den, der uns heute hier zusammengeführt hat." Es gehe nämlich in erster Linie um das Kreuz aus Menschen, das die Christen auf dem Stephanus-Platz formten. Nach einem "Vater unser" kehrten die Christen zu einem gemütlichen Zusammensein in den Kirchraum zurück.

Rotenburger Rundschau 20.06.2012

Ein echtes Vorzeigeobjekt

Führungen am Architektentag in der Corpus-Christi-Kirche Rotenburg

Rotenburg. (r). Da lohnt sich das Vorbeischauen: Als ein echtes Vorzeigeobjekt des bundesweiten Architekturtages am kommenden Sonntag, 24. Juni, wurde die jüngst umgestaltete katholische Corpus-Christi-Kirche in Rotenburg (Nordstraße 14) durch die Architektenkammer Niedersachsen ausgewählt.

Sie steht interessierten Besuchern in der Zeit von 11 bis 17 Uhr zur Besichtigung offen. Fachkundige Führungen werden von der für die Planung verantwortlichen Architektin Friederike Becker ab 11, 13 und 15 Uhr angeboten.

Die in den 1960er Jahren gebaute Kirche wurde laut Beckers Partner Karsten Holst in enger Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Corpus Christi und dem Generalvikariat Hildesheim von ihrer ursprünglich optischen Schwere und Unruhe der Innenräume durch eine gezielte Reduktion der Farb- und Formensprache befreit. "Eine eingestellte geschwungene Rückwand fasst den neuen verkleinerten Altarbereich mit geometrisch einfachen Altargegenständen ein. Durch schallabsorbierende Materialien und den Abbruch massiver Betonbauteile wurde die Akustik des Kirchenraumes deutlich verbessert“, so die Erläuterung. Als kleines Juwel sei die Marienkapelle als Raum der Stille entstanden. Sie unterstreiche als Andachtsraum die Gestaltungsziele des Projektes.

Die neue moderne Kirche sei laut Pfarrer Hartmut Lütge von der Gemeinde wie auch Besuchern außerhalb Rotenburgs seit ihrer Fertigstellung im vergangenen Jahr sehr positiv aufgenommen worden.

Den Tag der Architektur am Sonntag veranstalten die Architektenkammern Niedersachsen und Bremen übrigens bereits zum 17. Mal. Insgesamt sind 121 Objekte von Architekten, Stadtplanern, Innen- und Landschaftsarchitekten zu sehen. In 50 Orten haben ausgewählte Projekte - private Wohnhäuser, Schulen, Gewerbebauten, Gärten und Parks - geöffnet. Nähere Informationen gibt es online auf www.aknds.de

© Rotenburger Rundschau GmbH & Co. KG


Lüneburger Landeszeitung 10.05.2012

Aufstellung noch in diesem Jahr

Wegekreuz für St. Stephanus

as Lüneburg. Überlegungen der beiden Gemeinden des Ökumenischen Gemeindezentrums St. Stephanus gab es schon länger, das Zentrum als kirchliches Haus deutlicher erkennbar zu machen. Nach Ende der Neugestaltung des Stephanus-Platzes - die Arbeiten beginnen am Montag - soll nun ein Wegekreuz in Verlängerung des Gebäudes aufgestellt werden. Die Kosten in Höhe von rund 40 000 Euro sollen zur Hälfte aus den Haushaltsmitteln der beiden Kirchen kommen und zur Hälfte aus Spenden. Das erläuterten gestern Andreas Stolze, evangelischer Pastor an St. Stephanus, und Jutta Segger, katholische Gemeindereferentin.

Das Wegekreuz wird aus einer 4,10 Meter hohen Betonplatte bestehen mit kreuzförmigem Ausschnitt. Der Längsbalken des Kreuzes besteht aus einem Metallrahmen, darin wird ein um 90 Grad gedrehter Querriegel eingesetzt. Der Metallrahmen lehnt sich mit einer Beschichtung in einem Goldbronzeton an die neuen Lisenen (Blenden) der Hauptfassade des katholischen Kirchenraums an. Durch die Positionierung wird das Kreuz für Autofahrer und Fußgänger gut sichtbar sein. Die Gestaltung ermöglicht dem Betrachter unterschiedliche Perspektiven, schafft sozusagen Durchblick auf die Kirche und den Platz.

Beide Kirchenvorstände hätten dafür votiert, das Zentrum von Weitem als Kirche erkennbar zu machen, sagt Pastor Stolze. St. Stephanus steht für viele Angebote, dazu gehören unter anderem das Café Contact, die soziale Sprechstunde und Gottesdienste, "aber die Menschen brauchen auch ein sichtbares Zeichen der christlichen Hoffnung, und dafür steht das Kreuz", ergänzt Jutta Segger.

Der Entwurf wurde von dem Hamburger Architektenbüro Holst Becker, das auch für Dachsanierung verantwortlich zeichnet, mit dem Verwaltungsausschuss und dem evangelischen Kirchenvorstand entwickelt und fand die Zustimmung beider Kirchen sowie der Bauverwaltung der Stadt.

Lüneburger Landeszeitung 25.03.2010

Toben in Design-Abteilung
Während des Neubaus der Kita St. Marien ziehen Kinder ins ehemalige Lucia-Gebäude um.


Wo einst die Musterabteilung Design der ehemaligen Firma Lucia an neuen Modellen strickte, werden künftig Kinder toben - allerdings nur für ein knappes Jahr. Denn so lange wird es dauern, bis der Neubau der Kita St. Marien an der Johannisstraße steht. Eltern und Erzieher pinseln zurzeit auf Hochtouren die Räume an der Dahlenburger Landstraße, denn bereits am 9. April soll der Umzug in die "Übergangs-Kita" laufen.

Die 1971 gebaute Kita St. Marien musste saniert und energetisch modernisiert werden. "Für einen Neubau haben sich Kirchengemeinde und Stadt entschieden, weil die Kosten für eine Renovierung erheblich höher gewesen wären", erläutern Kita-Leiterin Gabriele Marquardt und Susanne von Stern, Vorsitzende der Elternvertreter. Hinzu kam, dass die Einrichtung stetig gewachsen ist und es eine Außenstelle gab. Nun soll alles unter ein Dach kommen. Vertreter der Kirche und der Hansestadt, Eltern und Erzieher hatten vor gut einem Jahr einen Bauausschuss gegründet, der in enger Absprache mit dem Hamburger Architektenbüro Holst/Becker ein Konzept für den Neubau entwickelt hat.

Mit einer Abriss-Party am Sonntag, 11. April, wollen sich die 127 Kinder, Eltern und Erzieher vom alten Gebäude, in dem ganze Generationen ihre Kita-Zeit verbracht haben, verabschieden. Tags darauf wird es komplett abgerissen. Danach startet sofort der Neubau. Susanne von Stern skizziert: "Es entstehen fünf Gruppenräume, darunter ein integrativer. Außerdem wird es einen Krippenbereich mit 15 Plätzen geben." Die Gruppenräume sind nach Süden ausgerichtet, davor sollen farbige Sonnensegel schönste Plätze an der frischen Luft bieten.

In der ersten Etage befinden sich die Funktionsräume, die über Treppen erreichbar sind. Der Clou: Auf dieser Ebene bietet sich ein Bistro als Treffpunkt für Kinder und Eltern an. Was die Kita-Kinder schwer begeistern wird: Über eine Rutsche geht's abwärts ins Erdgeschoss. Eine weitere Idee, die die Vertreter des Bauausschusses mit den Architekten entwickelt haben: "Im Flurbereich sind die Lichtschächte mit Gumminetzen überspannt, sodass die Kinder dort zeitweise wie auf einem Kletternetz toben können", erläutert Gabriele Marquardt.

Im Februar 2011 soll der Neubau fertig sein. Das Übergangs-Quartier im Gebäudekomplex der ehemaligen Firma Lucia ist angemietet. "Es waren eigentlich nur zwei riesige Räume. Zwischenwände wurden eingezogen und der Sanitärbereich angepasst", schildern Gabriele Marquardt und Susanne von Stern. Danach haben Eltern und Erzieherinnen losgelegt, Wände geweißt, Balken gestrichen. Rund 4500 Euro konnten so eingespart werden - Geld, das im kommenden Jahr einen guten Verwendungszweck erhalten soll: Dafür sollen neue Geräte angeschafft werden.

Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf 2,4 Millionen Euro. Zuschüsse von Land, Landkreis und Hansestadt: rund 350 000 Euro.

Lübecker Nachrichten 11.07.2009

Wesenberg - Baugenehmigung, Baggereinsatz: Im Turbotempo hat an der "Mäuseburg" in Stubbendorf der Anbau einer Kinderkrippe an den Kindergarten begonnen. Geht alles gut, ist Start im September.

Im Februar beschloss die Mitgliederversammlung des Eltern-Trägervereins "Kindergarten Stubbendorfer Mäuseburg", das Projekt Kinderkrippe anzupacken. Der Vorstand stellte den Bauantrag beim Kreis Stormarn. Die zehn Krippenplätze für unter Dreijährige waren schnell ausgebucht. Im September, zum neuen Kindergartenjahres, sollte der Betrieb beginnen. "Das halten wir ein", betont Heike Heickmann vom Vorstand.

Vorgestern Abend sahen sich Eltern an, wie sich das Krippengebäude querstehend an das zwei Jahre junge (von der Gemeinde erbaute) Kindergartenhaus anschließen wird: Ein Bagger hatte am Tag Schaufel um Schaufel Erde für das Fundament ausgehoben. "Da, da, da", zeigte der einjährige Quentin aufgeregt auf das Riesengerät und krabbelte ohne Scheu zu dem Koloss. Im Herbst wird er im Gebäudeinneren spielen.

Komplett fertig wird der vom Hamburger Architektenbüro Holst-Becker entworfene Neubau bis dahin aber nicht. In seiner Planung hatte der Vorstand mit einer schnelleren Baugenehmigung gerechnet. Doch der Verein hat das Glück, sich auf erquickliche Zusammenarbeit mit der Gemeinde stützen zu können. Er darf mit Erlaubnis der Gemeindevertretung und Genehmigung der Behörden die Krippenkinder zunächst im angrenzenden Gemeinschaftshaus unterbringen.

Auch umgekehrt sieht die Gemeinde den Elternverein als Glücksfall. "Die Initiative der Eltern ist unbezahlbar", freut sich Bürgermeisterin Karin Dettke. Die Einrichtung der Krippe sei im Interesse der Gemeinde, die deshalb auch die Bürgschaft für das 210 000 Euro-Vorhaben plus Eigenleistung der 62 Vereinsmitglieder minus noch nicht genau bezifferte Landes-Zuschüsse übernommen hat. Denn: 2013 setzt der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ein. "Diese Pflicht sitzt uns im Nacken", betont Karin Dettke, aber jetzt sei die Gemeinde ganz vorn dabei.

Nicht der Pflicht wegen, sondern aus Überzeugung, erweitern die Eltern den Kindergarten mit derzeit 42 Kindern und einem mit vier pädagogischen Fachkräften plus einem Zivildienstleistenden hohen Betreuerschlüssel. Es geht dem Verein um die frühkindliche Förderung. Mit seinem Sohn Luis hat der Vorsitzende, José M. Rodriguez, allerbeste Erfahrungen. Der Eineinhalbjährige ist bereits in Betreuung. "Er ist ausgeglichen und lernt alles viel schneller", so der Vater.

"Wir machen unsere Kindertagesstätte zukunftsfähig", ist Heike Heickmann überzeugt. Zu den 200 Quadratmetern kommen 250 hinzu. Eine Kindergartengruppe zieht mit ins neue Haus, ihr Gruppenraum wird dafür Mehrzweckraum für Bewegungsspiele oder Projektarbeit. Das Interesse an den Krippenplätzen geht schon jetzt über deren Zahl hinaus. Die kommenden Jahrgänge sind stark, außerdem gibt es noch Bauplätze in Stubbendorf " und auswärtige Kinder dürfen aufgenommen werden, wenn Plätze frei sind.

Vom Baukastensystem der Betreuungszeiten für Kindergarten und bald auch -krippe schwärmt Vorstandsmitglied Inka Klafki. Über die Kernzeit von 8 bis 13 Uhr hinaus können Stunden tageweise hinzugekauft werden.


Von Brigitte Judex-Wenzel

Bild 16.10.2008

Restaurants, Bars, Lebensmittel. Es wird so schön wie im Süden

Markthalle für die Speicherstadt

Von JÖRG KÜHNEMANN

Jetzt wird die HafenCity endlich ein richtiger Stadtteil: Am 13. November eröffnet im Block N zwischen Sandtorkai und Brooksfleet die erste Markthalle der Speicherstadt!

Bisher gibt es dort noch keinen Supermarkt. Tausende Büroarbeiter und HafenCity-Besucher pilgern jeden Tag fürs Versorgen mit Lebensmitteln in die City oder zu den Läden am Dalmannkai.

Doch jetzt investiert Block-Eigentümer HHLA 6,7 Mio. Euro in die Sanierung des Speichers von 1887. Speicherstadt-Spezialist "Holst Becker Architekten" aus Winterhude (bauten schon zweimal das Hamburg Dungeon aus) leiten den Komplett Umbau.

Das erwartet HafenCity-Besucher in der neuen Markthalle: Sechs Mieter bieten im Erdgeschoss des früheren Kakao-Kontors auf 711 qm Stände, Bistros, Bars mit Obst, Feingebäck, Sushi, Spezialitäten aus Indien, Sandwiches und Salat an.

Über der Halle eröffnet auf 777 qm die erste Bankfiliale (Commerzbank) der Speicherstadt und am 4. November das neue Spitzenrestaurant "Vlet" (altdeutsch für Fleet) mit 100 Plätzen. Betreiber ist Hans-Christoph Klaiber, Chef der Speicherstadt-Gastronomie, der "norddeutsche Küche mit französischen Einflüssen" anbieten will. Küchen-Chef wird Sascha Jürgens, vorher Vize von Thomas Martin im "Louis C. Jacob". Restaurant-Chef ist Markus Zschiesche, vorher Restaurant-Leiter im "Jacob".

"Mit der Markthalle bieten wir ein Angebot für die Grundversorgung der Menschen im Quartier - sowohl in der Speicherstadt, als auch in der angrenzenden HafenCity", sagt HHLA-Immobilienchef Klaus Hadaschik, der schon 300 Firmen (Agenturen, Kanzleien, Mode, Teppichhändler) in den alten Blocks als Mieter hat.

Noch mehr Markt-Atmosphäre gibt es in drei Jahren - dann eröffnet die zweite Markthalle am Magdeburger Hafen.

Hamburger Abendblatt 21.02.2008

Dungeon Neue Besucherattraktion im Gruselkabinett

Ein Galgen, der das Fürchten lehrt

Ein vier Tonnen schwerer Galgen soll Dungeon-Besucher ab Ostern das Fürchten lehren. Gestern wurde die Fahrattraktion mit einem Schwerlastkran in den denkmalgeschützten Hafenspeicher gehoben, in dem das Gruselmuseum 2001 eröffnete. Das Problem: Das meterlange Gerüst musste durch den normalen Eingangsbereich an seinem Bestimmungsort gehoben werden.

Der Galgen ist das Herzstück des neuen Showbereichs "Extremis - Sturz aus der Hölle" - Besucher sollen in die dunkle Vergangenheit des Dreißigjährigen Krieges zurückversetzt werden und das schaurige Gefühl erleben, mit anderen "Todgeweihten" gehängt zu werden, erklärt Dungeon-Sprecherin Sinje Vogelsang. Dabei sollen sie an einem Freifallturm acht Meter in die Tiefe stürzen.

Mit der neuen Fahrattraktion wollen die Veranstalter mehr Besucher an die Kehrwieder in der historischen Speicherstadt locken. 270 000 Menschen sahen das schaurige Programm im vergangenen Jahr, sagt der Hamburger Dungeon-Chef Christian Siebold. Mit Extremis sollen 15 000 Besucher mehr kommen.

Zwei Millionen Euro investiert der Dungeon-Betreiber, die Merlin Entertainment Gruppe, in das neue Projekt. Knapp 50 Experten arbeiten seit einem halben Jahr an der Realisierung, erklärt der bauleitende Architekt Karsten Holst. Konstruiert in der Schweiz, wird der Fallturm noch bis morgen von englischen Fachleuten vor Ort zusammengesetzt. Für den Einbau mussten mehrere Böden in dem geschützten Speicher durchbrochen werden.

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